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Mit Steinen kochen Sonntag, 14. 03. 2010

Mit Steinen kochen

Im folgenden wird das Kochen mit heißen Steinen erklärt. Man nimmt an, das in der Steinzeit mehr gekocht, als gebraten wurde. Oder haben Sie schon einmal versucht, beispielsweise eine Mohrrübe zu braten? Die Auswahl geeigneter Nahrungsmittel sind vielfältig. Von Fleisch, Fisch über Getreide zu Gemüse oder eine Kombination dieser Zutaten.


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Blumammu benutzt veschiedene Gemüsesorten. Diese werden frisch eingekauft, haben eine unterschiedliche Festigkeit und Geschmack und haben den Vorteil, das sie von den Verbrauchern generell als Nahrung akzeptiert werden. (Was schwierig ist bei Fleisch oder ähnlichem)

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Der Arbeitsablauf der Essenzubereitung, eine elementare Tätigkeit in der Steinzeit, eignet sich in hohem Maße zur Demonstration verschiedener damaliger Techniken.

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Angefangen mit dem Feuermachen, über den Weg eines Lagerfeuers, die Zubereitung der Speise hin zur Technik des Kochens ohne direkten Kochtopf und dem anschliessenden Verzehr mit den entsprechenden steinzeitlichen Methoden. Alle Geräte und Zutaten entsprechen in Material und Reihenfolge dem steinzeilichen Verarbeitungsprozess.

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Für das Holz wird nur unbehandeltes Birken-, Eichen-, oder Buchenholz verwand. Begonnen wird mit der Technik des Feuermachens ohne Streichholz, Feuerzeug oder ähnlichem. Schauen Sie sich bitte hier die ausführliche Erklärung der Feuerseite an. Der Zuschauer oder Macher erfährt auch Grundsätzliches über die Technik des Feuers, Holzarten und wie ein Feuer in Gang bleibt. Das Feuer und die Kochstelle werden in unmittelbarer Nähe angelegt (50 cm).

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Die sogenannten Kochsteine bestehen aus ausgesuchten Quarzitgeröllen. Diese kommen aus den eiszeitlichen Schottern der Maas und Rur. Sie haben den Vorteil, unter Hitzeeinwirkung nicht so schnell zu brechen oder zu reissen. Ca. sechs grössere Steine reichen für eine Vorführung. Die Steine werden in das Feuer gelegt und erhitzen sich im Laufe eine Stunde rotglühend. Dabei werden alle Keime und Bakterien abgetötet.

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Während das Feuer brennt, werden die Abschläge vom Feuerstein vom Veranstalter geschlagen. Ausgehend vom Erklären zur Natur des Feuersteins, hin zur Technik des Schlagens und der manuellen Verwendung. Oft wird erst hier vielen Anwendern klar, was die Abschläge oder Artefakte aus Feuerstein in den Museumsvitrinen bedeuten und wie sie entstanden sind.

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Die scharfen Feuersteinabschläge werden nun zum Zerteilen des Gemüses benutzt. Alle sind fleißig dabei, weinen bei Zwiebeln, säbeln bei Poree und hacken die Möhren. Die guten Teile werden in einen Korb verfüllt. Eine Loch wird nun gegraben in der Größe eines Fussballs. Das kann mit einem Spaten gemacht werden. Kompromisse sind erlaubt. Haben Sie schon einmal versucht, ein Loch mit einem Geweih zu graben?

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In das Loch wird nun ein rundes Leder gelegt, welches als Kochtopf dient. Das Leder wird nach dem Einfüllen von Trinkwasser zwar nass, hält aber dicht. Hier ist darauf zu achten, das kein Schmutz von aussen in das Wasser gelangt. Zur Hygiene: Wenn saubere Arbeitsabläufe eingehalten werden, will sagen frisches Gemüse, sauberer Feuerstein und Schneideunterlagen, frisches Trinkwasser, unbehandeltes Holz und konzentriertes Arbeiten, ist dieser Arbeitsprozess eine durchaus hygienische Angelegenheit, natürlich mit dem Hintergrund der orginären Umstände.

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Das Gemüse wird nun in das Kochleder verfüllt. Dabei wird mit Steinsalz aus den Alpen gewürzt. Das Salz (keltischer Name: Hall = Bad Reichenhall, Halle, Hellweg, Hallstatt etc.) ist im Originalzustand und muß abgeschlagen werden. Das Abschmecken geschieht nach dem persönlichem Empfinden. In der Steinzeit war unser Geschmack etwas anders als heute, besonders was Salz oder Süßes angeht. Also wenig Salz, weil es einmal sehr wertvoll war und geringe Mengen genügten, um Geschmack zu erzeugen.

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Die Steine werden jetzt mittels Geweihstangen aus dem Feuer geholt und nacheinander in die Kochgrube gelegt. Dabei erhitzt sich das Wasser im Wechsel der Steine stetig bis hin zum intensiven kochen. Es hat den Anschein eines kleinen Gysirs.

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Nach einer Viertelstunde kann die Suppe gegessen werden. Entweder aus dem Topf oder aus Schüsseln. Die auf den Steinen anhaftende Asche ergibt eine zusätzliche Würze.

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Guten Appetit.

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Weiterführende Literatur:

Achim Werner
Steinzeit Mahlzeit
Paperback, 64 Seiten, mit 44 Abbildungen,
ISBN 3-89995-155-7

Buch Steinzeitmahlzeit


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