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| Steinzeit geht durch den Magen |
Sonntag, 14. 03. 2010 |
 
Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen
Die Ernährung im Jungpaläolithikum in Mitteleuropa didaktisch reflektiert im Hinblick auf den Sachunterricht.
(Auszüge)
Verfasser
Oliver Gerke
Im Kampe 8a
34233 Fuldatal
Tel. 0561/812047
Gutachterin: Dr. Monika Zolg
Kassel, 7. November 2000
(Die wirklich gute vollständige Arbeit kann über den Verfasser bezogen werden.)

Die Steinzeit ist ein langer Zeitraum, die den bisher längsten Abschnitt der Menschheitsgeschichte ausmacht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Zeit in sehr viele einzelne Epochen und Kulturen unterteilbar ist und dass man sie aus so vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kann. hinzu kommt, dass die Epochen der Steinzeit erstens in allen Regionen der Erde variieren und zweitens, dass es sehr viele unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze und Theorien über die Entwicklung} des Menschen gibt und sich diese oft aufs heftigste wiedersprechen. Betrachtet man die Steinzeit unter dem Aspekt der Ernährung, merkt man schnell, dass man nicht umhin kommt die Thematik zeitlich und räumlich einzugrenzen. Daher wurde die vorliegende Arbeit nur in Bezug auf die Zeit des Jungpaläolithikums geschrieben. Der Zeitraum wurde aus mehreren Gründen ausgewählt:
Vor Beginn des Jungpaläolithikums gab es den modernen Homo sapiens sapiens noch nicht. Der Homo sapiens sapiens war zunehmend auf gegarte Kost angewiesen und hatte schon eine darauf ausgerichtete Verdauung.
Mit dem Alt- und Mittelpaläolithikum ist auch das Mesolithikum und das Neolithikum auszuschließen. Durch die entstehende Agrargesellschaft änderte sich die Ernährungssituation völlig, so dass man schon damals Nahrung ähnlich anbaute, verarbeitete und gleiche Nahrungsquellen bevorzugte, wie heute. So ist ein deutlicher Unterschied in der Ernährung des damaligen mitteleuropäischen Homo sapiens sapiens zu heute besonders gut im Jungpaläolithikum zu erkennen, als der Mensch noch als Jäger und Sammler und zudem in einer Eiszeit lebte. Dieser extreme Unterschied in der Ernährung ist auch für Kinder leicht nachzuvollziehen und vor allem interessanter, als eine sehr ähnliche Ernährung, wie sie im warmzeitlichen Neolithikum stattfand.
Das Thema wurde räumlich eingegrenzt. Die Wahl fiel aus zwei Gründen auf Mitteleuropa: Die einzelnen steinzeitlichen Epochen in verschiedenen Regionen der Erde differieren zeitlich. In einigen Kulturen wird bis heute noch gejagt und gesammelt.

Der Sachverhalt der Ernährung wurde herausgegriffen, weil in unserer heutigen technisch hochentwickelten Gesellschaft die Ernährung immer unnatürlicher und undurchsichtiger wird. Deshalb ist es wichtig, sich von Kindheit an schon mit der Ernährung zu befassen, um nicht, wie es heute oft der Fall ist, an Leiden der Wohlstandsgesellschaft, wie Übergewicht oder Allergien, zu erkranken. Essen ist schließlich eine lebensnotwendige Tätigkeit, die den Menschen durch das ganze Leben begleitet. Der Grundstein für falsche Essgewohnheiten kann bereits in der Jugend gelegt werden. Durch den Kontext der Eiszeit bekommen Kinder einen interessanteren Bezugspunkt zur Ernährung und gleichzeitig können gänzlich andere, vielleich sogar gesündere, Alternativen zur eigenen Ernährung aufgezeigt werden. In Anbetracht des Themas erleben die Kinder ihre eigenen Vorfahren, als eine fremde, an diesem Ort, aber zu einer anderen Zeit lebende Kultur. Es wird ihnen so ermöglicht dem Fremden unvoreingenommener gegenüber zu stehen und Schlagworte wie Fortschritt" und Primitivität" mit angemessener Sorgfalt zu verwenden. Die zentralen Fragestellungen, die hierbei entstehen lauten: Kann ein Zusammenhang des Themas zum Sachunterricht in der Grundschule hergestellt werden? Welche Lernmöglichkeiten haben Kinder anhand des Themas und wie lassen sich diese sinnvoll umsetzen?

Zeitliche Einteilung der Steinzeit
Bevor das Jungpaläolithikum, als eine ganz spezielle Epoche der Steinzeit angesprochen wird, ist es angebracht die Epochen der Steinzeit im Einzelnen zu erläutern. Den Bezeichnung Steinzeit" gab man dem Zeitraum, in dem die Menschen häufig auf Stein als Rohstoff zurückgriffen. Sie verwendeten auch Holz und tierische Rohstoffe, welche sich jedoch leider nur in den seltensten Fällen über so lange Zeit erhalten konnten, als dass man sie hätte untersuchen können. Die Steinzeit begann in Europa vor ungefähr 1 Millionen Jahren und endete nach der Jungsteinzeit in Europa 2.000 v. Chr., als man begann Metall zu verarbeiten. Für die Steinzeit fand man folgende Aufteilung:
Paläolithikum:
Das Wort kommt aus dem Griechischen, palaios für alt und lithos für Stein. Das Paläolithikum wurde in Altpaläolithikum (1.000.000 - 350.000 v.Chr.), Mittelpaläolithikum (35.0000 - 40.000 v.Chr.) und Jungpaläolithikum (45.000 -9.000 v.Chr.).
Mesolithikum:
Das Mesolithikum, die Mittlere Steinzeit (meso = mittel, lithos = Stein), begann mit dem Ende der Eiszeit 9.000 Jahre v. Chr. und endete 5.600 v. Chr.
Neolithikum:
Das Neolithikum ist die Jungsteinzeit (neo = neu, lithos = Stein) und begann 5.600 v. Chr. und endete vor 2.000 Jahren v.Chr.
Die Datierungen der einzelnen Epochen sind aus dem Buch Jäger und Sammler der Frühzeit von Lutz Fiedler (1997) übernommen, da es sich bei diesem Buch um eine aktuelle Zusammenfassung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse handelt und da viele andere Quellen sehr unterschiedliche Datierungen der einzelnen Epochen vornehmen.

Das Jungpaläolithikum in Mitteleuropa
Das Jungpaläolithikum begann mit dem Erscheinen des Homo sapiens sapiens in seiner heutigen Form, also dem Jetztmensch. Auch der Homo sapiens neanderthalensis lebte noch vor ca. 35.000 Jahren und hatte den gleichen kulturellen Entwicklungsstand wie der Homo sapiens sapiens. Sein Aussterben ist bis heute ungeklärt.
Die altsteinzeitliche Kunst, die Steinklingen - Industrie und das höhere Jägertum befanden sich auf ihrem Höhepunkt. In dieser Zeit tauchten auch mehr und mehr aufwendig bearbeitete Geräte aus Knochen, Geweih, Horn und Elfenbein auf. Für viele Wissenschafter stellt jedoch die Kunst die größte Errungenschaft dieser Zeit dar. Felsbilder, Höhlenbilder, Schmuck und Plastiken veränderten das kulturelle Erbe des Menschen. Das Klima war geprägt von der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit. Die Landschaft bestand aus einer eiszeitlichen Trockensteppe, in der ganz andere Pflanzen wachsen und Tiere lebten als heute in unserem gemäßigten, warmzeitlichen Klima. Mit dem Ende der Eiszeit endete auch das Jungpaläolithikum. Der Klima-Umschwung war der Beginn unserer heutigen Warmzeit.

Der Mensch während der Eiszeit
Die Lebensweise als Jäger und Sammler macht 99% der menschlichen Geschichte aus. Die jahreszeitlich bedingten Wanderungen der Tierherden bestimmten den Lebensrhythmus der damaligen Menschen. Dieser war völlig anders als der der heutigen Menschen. Beispielsweise wird es schwer sein, unseren Begriff von Arbeit und Freizeit in diese Lebensweise zu übertragen.
Die damalige Landschaft, war vergleichbar mit Tundralandschaften, wie sie heute noch in Regionen wie Kanada zu finden sind. Allein dies erfordert viel Fantasie, ebenso wie die Vorstellung, dass die Menschen damals mit Gegenständen und Lebensumständen umgingen, die es heute gar nicht mehr gibt. Besonders Kinder können sich kaum vorstellen, dass es in einer Eiszeit Sachen nicht gab, die für sie heute alltäglich sind. Dazu gehören auch Dinge, die es sogar schon in der Jungsteinzeit gab, beispielsweise Keramik, Ackerbau, Viehzucht, heutige Haustiere, Pfeil und Bogen und Textilien. Dabei waren die Menschen damals körperlich und geistig schon genau so weit entwickelt wie wir heute. Kulturelle Leistungen wie die Höhlenmalereien von Altamira vor rund 25.000 Jahren und aufwendige Bestattungsriten belegen dies. Ein Mensch der damaligen Zeit könnte auch heute unter uns leben ohne aufzufallen.
Nahrung formte unseren Kauapparat
Die ersten Homo sapiens sapiens vor ungefähr 45.000 Jahren hatten folgende anatomische Änderungen gegenüber früheren Menschenformen aufzuweisen: Der gesamte Kauapparat, das heißt der Kiefer und die Zähne waren wesentlich kleiner als bei seinen Vorfahren, so dass die großen Knochenwülste am Schädel zur Befestigung von starken Kaumuskeln wegfielen. Sein Gehirn war ca. 1,5 kg schwer und um diese Massen zu beherbergen entstand eine höhere Stirn. So definierte sich unser Aussehen, das sich bis heute nicht geändert hat, bis auf die Zähne, die bis heute immer kleiner werden. Die Zähne des Neandertalers waren um das Doppelte größer als unsere. Auffallend ist, dass sich fast nur noch die an der Nahrungsaufnahme beteiligten Körperregionen in so junger Zeit verändert haben. Die Ernährung formte also zu einem beträchtlichen Teil unser Aussehen. Erstens wurde zunehmend Fleisch gegessen, welches vor allem in gegartem Zustand nicht so hart ist wie einige Pflanzenprodukte und zweitens wird die Nahrung immer häufiger, noch bevor sie in den Mund gelangt, zerkleinert oder zerkocht. Durch ein verändertes Nahrungsangebot fällt der Selektionsdruck auf einen starken Kauapparat weg. Das heißt, Zähne und Kaumuskeln verkümmern. In Gegenden, in denen viele Erdöfen und Kochgruben gefunden wurden, also auch viel Brei und Suppe gegessen wurde, fand man vermehrt zahnlose Skelette.
Ernährungsunterschiede zwischen den Jägern und Sammlern und den Menschen der Agrargesellschaft
Mit der Klimaveränderung, am Ende des Jungpaläolithikums, verschwand das Jäger und Sammlertum und Ackerbau und Viehzucht entstanden. Das hatte eine grundlegende Änderung des Essverhaltens zur Folge. Beispielsweise entwickelte sich erst in der Jungsteinzeit die Fähigkeit Milch zu verdauen. Das Trinken von Milch in gröBeren Mengen war nur durch eine gezielte Haltung und Zucht von Vieh möglich.
Als die Nahrungsgrundlagen sich änderten veränderte sich auch die Kultur. Während man im Jäger- und Sammlertum für eine erfolgreiche Jagd betete und die Religiosität auf Wildtiere bezog, betete man nun für eine reiche Ernte und hatte religiöse Vorstellungen von Sonne und Regen. Die Kultur der Jungsteinzeit zeigt viele Parallelen zu unserer heutigen Zeit, so dass wir heutigen Menschen immer weniger Probleme damit haben, uns gedanklich in sie hineinzuversetzen als in die Jüngere Altsteinzeit. Ernährungstechnisch sind im Jungpaläolithikum die größten Unterschiede zur heutigen mitteleuropäischen Ernährung zu verzeichnen.
Grundlagen der Vor- und Frühgeschichtsforschung in Bezug auf die Ernährung
Es gibt verschiedene Methoden etwas über vor- und frühgeschichtliches Leben zu erfahren. Am Anfang einer Untersuchung steht meistens eine Ausgrabung. Bei Ausgrabungen handelt es sich um ein behutsames Freilegen der Fundstücke mit winzigen Pinseln und Spachteln, damit möglichst wenig an den Fundstücken beschädigt wird und zwar Quadratzentimeter für Quadratzentimeter. Nicht nur Dinge, die in der Erde gefunden werden, sondern auch Verfärbungen im Boden oder auffällige Anordnungen von Pflanzen und Steinen können ein Indiz dafür sein, dass hier vor längst vergangener Zeit Menschen wohnten. Dies zu überprüfen ist die Aufgabe eines Archäologen. Ein Archäologe hat es dann meistens nicht mit vollständig erhaltenen Fundstücken oder gar Schätzen zu tun, sondern oft nur mit Knochen von verstorbenen Menschen oder Resten von Tierknochen. Unwillkürlich entstandene Steinsplitter lassen sich, für Laien, nicht leicht von behauenen Steinen unterscheiden und das meiste aus organischem Material, außer Knochen, Geweih und Zähnen, ist sowieso schon längst verrottet.
Datierungsmethoden
Da mehrere zehntausend Jahre alte Funde oft kein Material mehr enthalten, das sich direkt datieren lasst, werden nur noch die Ablagerungen, in denen sie sich befinden, untersucht. Zur Datierung gibt es absolute Methoden (Uran - Blei - Datierung, Kalium - Argon - Datierung, Radiocarbon - Datierung, Thermolumineszenz - Datierung und Datierung nach Kernspaltungsspuren) und relative Methoden (Datierung der Fauna, Paläomagnetismus und chemische Methoden). Die wichtigste Methode fiir den Zeitraum des Jungpaläolithikums ist die Radiocarbon - Datierung, bei der der Anteil an C - 14 - Isotopen in totem organischem Material untersucht wird. Mit ihr lassen sich Funde von bis vor 50.000 Jahren gut datieren.
Funde, die auf bestimmte Nahrungsquellen hindeuten
Ganz bestimmte Fundstücke deuten darauf hin, was die angesiedelten Menschen gegessen haben. Zu diesen Funden gehören:
Jagdwerkzeuge
Oft verwendete man bestimmte Jagdwerkzeuge, um bestimmte Tiere zu erlegen. Zum Beispiel würde das Vorfinden von Fischspeeren erahnen lassen, dass die Menschen Fisch gegessen haben. Ein größerer Speer oder eine Lanze würden wiederum auf die Jagd von größeren Landtieren hindeuten.
Knochen von Tieren
Knochenabfälle verraten, welche Tiere gejagt wurden und darauf befindliche Kratzspuren und Zahnabdrücke sogar, wie sie gegessen wurden. Um genau bestimmen zu können, zu welchem Tier ein gefundener Knochen einst gehörte, muss man seine genaue Zusammensetzung untersuchen. Zu einem Drittel bestehen Knochen aus organischer Substanz, dem Knochenleim. Dieser setzt sich aus Glutin aus dem Knorpel und Chondrin aus dem Knochen zusammen. Kalk und Phosphat bilden die anderen zwei Drittel, die anorganischen Bestandteile. In sauren Böden, werden die Kalkbestandteile im Knochen angegriffen und in basischen Böden wird der Knochenleim angegriffen. Ist noch genug organische Substanz vorhanden, erhält man schneller eine Zuordnung.
Tierknochen zeigen auch die anatomischen Unterschiede der Tiere von früher zu heute auf. Für die Archäozoologie ist die Untersuchung von längst verstorbenen Tieren wichtig. Man kann so erfahren, wie die Tiere zu verschiedenen Zeiten aussahen und wann und wo diese Tiere gelebt haben. Es ist möglich, so den Unterschied der Anatomie und Lebensweise von Warm- zu Kaltzeit abzulesen und auch wie sich die Domestikation auf das betreffende Tier auswirkte, falls es sich beispielsweise um einen Wolf/Hund handelt. Am Leben der Tiere lassen sich wiederum viele Lebensumstände des Menschen erkennen. Wenn in den Abfallhaufen Knochen von Tieren aus allen Jahreszeiten liegen, kann man erkennen, dass die jeweiligen Menschen immer an einem Ort lebten und jahreszeitlich bedingt viele unterschiedliche Tiere aßen und wenn in einem Abfallhaufen viele Knochen von jahreszeitlich bedingt wandernden Tieren, wie zum Beispiel Rentiere liegen, die sich zu jeder Jahreszeit einen günstigeren Lebensraum suchten, kann man davon ausgehen, dass die Menschen hinter den Rentieren herzogen.
Menschenknochen
Interessant, im Bezug auf Ernährung, sind auch die Knochen der Menschen. An ihnen kann man beispielsweise Mangelerscheinungen, Unterernährung, Krankheiten wie Knochenhautentzündungen, Arthritis, Gicht, Rheuma, Tuberkulose, Krebs, und bestimmte Essgewohnheiten feststellen. Bei so bedingten Wachstumsstörungen entstehen feine waagerechte Linien (Harris - Linien) an den Enden der großen Langknochen. Menschen, die im Wohlstand lebten, hatten diese Erscheinungen nicht. In mit zahlreichen Grabbeigaben ausgestatteten Gräbern von reichen Leuten, fand man auch kaum missgebildete Knochen. Wobei man an einigen Knochen auch schon Wohlstandskrankheiten feststellen konnte. Verformungen der Knochen lassen sich oft bei im Winter geborenen Kindern feststellen, da diese Verformungen durch Vitamin - D - Mangel entstehen, welches sich ohne Sonneneinstrahlung nicht bildet. Wucherungen auf Schädel und Langknochen zeigen Blutarmut an. Der Knochen versucht durch die Wucherungen mehr Blut herzustellen.
Vieles lässt sich auch an Zähnen ablesen. Als Ackerbau betrieben wurde, zeigten die Zähne deutliche Abnutzungserscheinungen durch Sandkörner, die durch die Mahlsteine in das Mehl gelangten und deutlich mehr Karies, durch den höheren Verzehr von Kohlehydraten. An Zähnen und Knochen lässt sich selbstverständlich auch das Alter des Menschen zum Zeitpunkt des Todes feststellen. So können Statistiken über das Durchschnittsalter erhoben werden und man kann feststellen, ob alte zahnlose Menschen im Alter noch gepflegt und weiterernährt wurden. Dadurch kann man vieles über die Sozialstruktur erfahren. Überdies fand man auch heraus, dass die Menschen nach der Sesshaftwerdung weniger Arthritis hatten, als ihre jagenden und sammelnden Vorfahren. Es könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie ein leichteres, körperlich weniger anstrengendes Leben führten. An den Ansatzstellen der Muskeln und den Gelenkpfannen erkennt man auch die körperlichen Belastungen, denen der Mensch ausgesetzt war. Der Strontiumgehalt der Knochen gibt wiederum darüber Auskunft, ob die ortsansässigen Menschen mehr Fleiseh oder mehr Pflanzen gegessen haben und sogar wie lange die Säuglinge gestillt wurden.
Pflanzen
Da pflanzliche Nahrung meist nie so harte Substanzen enthält, die einige Jahrtausende überdauern könnten, sind Funde von pflanzlichen Nahrungsmitteln eher eine Ausnahme. Man erhält einige Informationen durch Pollenanalysen, die man an Ablagerungen von Seen oder Bodenproben durchführt. Reichlich Informationen, über jegliche Nahrung, findet man jedoch in versteinertem, menschlichem Kot, auch Koprolith genannt und im Idealfall im Mageninhalt eines verstorbenen Menschen. In ihm findet man Pflanzenpollen, Kerne und Pasem, kleine Knochen von Tieren und chemische Verbindungen, die beim Verdauen von bestimmter Nahrung entstehen. Man kann so sogar feststellen, ob der betreffende Mensch unter Wurmbefall oder anderen Parasiten litt. Verkohlte Pflanzenreste erhalten sich besser in der Erde, weil sie nicht weiter chemisch angegriffen werden. Sie bilden die wichtigste Informationsquelle über die prähistorische Ernährung.
Darstellungen
Es gibt auch Informationen über die Nahrung der Steinzeitmenschen, die sie uns sogar selber übermittelt haben. Die Rede ist von künstlerischen Darstellungen von Pflanzen und Tieren auf Felswänden oder verzierten Gebrauchsgegenständen. Es wurden oft Tiere gemalt, die häufig gejagt wurden und teilweise sogar die Jagdmethoden. Die Zeichnungen haben nur leider keine quantitative Aussage. Wurde ein Tier gezeichnet, weil es so häufig gejagt wurde oder weil es so selten zu fangen war, so dass man einen Jagdzauber brauchte? Diese Informationen lassen sich aus den Darstellungen leider nicht entnehmen. Es wurden sicherlich auch große Mengen von gesammelten Kleintieren gegessen, doch diese findet man nicht auf Felszeichnungen.
Beobachten von Naturvölkern
Obwohl sich das Leben von Jägern und Sammlern der heutigen Zeit nicht mehr hundertprozentig mit dem der damaligen Menschen vergleichen lässt, ist deren Beobachtung den Vor- und Frühgeschichtsforschern trotzdem eine große Hilfe. Wie sollte ein Forscher, der sein ganzes Leben in einer Großstadt verbracht hat, wissen, wie man ein Rentier zerlegt und welche Nutzgegenstände man aus seinen nichtessbaren Resten herstellen kann?
Eskimos
So weiß man beispielsweise, dass die Eskimos die noch essbaren Fleischreste (z.B. Markknochen) für eventuelle Notzeiten fein säuberlich von den nicht essbaren (z.B. Sehnen) trennen. In schlechten Zeiten wird dann zum Beispiel das Mark aus den aufbewahrten Knochen gekocht. Man weiß durch die Eskimos auch, wie weiträumig Jäger und Sammler ihre Umgebung kennen können, nämlich um die 20.000 Quadratkilometer. Die Eskimos (übersetzt: Rohfleischesser), wir kennen sie auch als Inuit, ernähren sich fast ausschließlich von Fleisch. Das tun sie, da sie im nordpolaren Bereich überhaupt keine andere Wahl haben, ähnlich wie unsere Vorfahren in Mitteleuropa. Eine natürliche Tiefkühltruhe für leicht verderbliches Fleisch haben sie in Form riesiger Eismassen überall. Die Verdauungsorgane der Inuit haben dahingehend eine gesonderte Evolution durchgemacht, dass sie beispielsweise Glucose äußerst effizient aus Eiweiß metabolisieren können.
Wenn man Fleisch und Blut im rohen Zustand verzehrt, bleiben außerdem alle Vitamine, einschließlich Vitamin C, erhalten. Den restlichen Bedarf an Vitaminen decken sie oft, ebenso wie unsere Vorfahren, durch den Verzehr des Mageninhalts von Pflanzenfressern. Auch können Menschen dieser Breitengrade unbeschwerter mit Übergewicht leben als Menschen anderer Kulturen. Den Notmechanismus im Zweifelsfalle tierische kalorienhaltigere Nahrung der pflanzlichen vorzuziehen, haben jedoch noch alle Menschen. Allgemein ist doch die Vorliebe Fettiges, Salziges und Süßes zu verzehren sehr verbreitet. Für die im Eis lebenden Völker war dieser Mechanismus lebensnotwendig, doch vielen Menschen mit Übergewicht wird dies heute in unserer Überflussgesellschafl zum Verhängnis.
Aborigines
Ein anderes Volk, das ein interessantes Studienobjekt für die Lebensweise von Jägern und Sammlern abgibt, sind zum Beispiel auch die australischen Ureinwohner, genannt Aborigines. Lange Zeit konnten sie auf ihrem, uns damals noch unbekannten Kontinent, ihr Leben als Jäger und Sammler seit der Steinzeit fortführen. Sie jagen bis heute mit einer Woomera (Uraustralisch für Speerschleuder), einem Netz aus Pflanzenfasern, einer Steinaxt, einem Bumerang, einer Keule und einem Wurfstock. Sie benutzen sogar noch Steinmesser und Steinkeile, wie unsere Vorfahren. Sie tarnen sieh auch bei der Jagd mit Ästen oder Erde. Einige verstecken sich, mit einem Schilfrohr als Luftzufuhr, unter Wasser und imitieren mit den Händen springende Fische. Pelikane fallen darauf herein und kommen ahnungslos zu ihnen geschwommen. Mit Emufedern und einem langen Ast als Hals verkleidet, werden sie von anderen Emus für Artgenossen gehalten. Die Tiere lassen die Jäger unmittelbar an sich herankommen.
Aus jungpaläolithischen europäischen Felszeichnungen, auf denen Mischwesen mit Hirschkopf und Menschenkörper dargestellt sind weiß man, dass auch zu dieser Zeit die Technik des Tarnens bei der Jagd angewendet wurde. Was auch erstaunlich ist, ist die Tatsache, dass die Menschen in Australien nie Pfeil und Bogen benutzten, sondern nur Wurfjäger waren. Auch beim Sammeln von Insekten, Insektenlarven und anderen Kleintieren haben die Aborigines Traditionen, die sich auch auf die früheren Europäer übertragen lassen. Solche Kleintiere sind wohl seit je her einfach eingesammelt und sofort im Ganzen verzehrt worden. So sind keine Hinweise erhalten geblieben und man kann keine genauen Angaben über den Verzehr von Kleintieren in jungpaläolithischen Mitteleuropa machen. Die Beobachtung der australischen Ureinwohner bringt auch hier einige Hinweise.

Nahrungsvorkommen
Nachdem nun darauf eingegangen wurde, woher die Kenntnisse über die Ernährung unserer Vorfahren gewonnen werden, sollen in diesem Kapitel die häufigsten Nahrungsquellen aufgelistet werden. Die Nahrungspalette bestand aus Pflanzen, tierischen Produkten, wie Eiern und Honig, den Tieren selbst und Wasser.

Tiere
Im Grunde wurde in dieser Zeit nahezu jedes verfügbare Tier als Nahrung verwendet. Proteinhaltige Nahrung hatte seit je her einen großen Stellenwert für den Menschen. Im Diesem Kapitel werden die am häufigsten verwerteten Tiere genannt.
Das Wildpferd

Das Wildpferd (Przewalski - Pferd), mit zoologischem Namen Equus cabalus ferus, stellte damals das wichtigste Jagdtier dar. Das weiß man aufgrund zahlreicher Knochenfunde und zeitgenössischer Darstellungen. Es handelte sich hierbei um ein mittelgroßes Steppenpferd. Kleinere Gruppen von ihnen haben in der Dsungarei zwischen dem Altai - Gebirge und Tienschan überlebt. Als erstes fallen die nach unten hin dunkel werdenden Beine auf. Die Mähne ist ebenfalls dunkel und stehend und auf dem Rückgrad verläuft ein dunkler Strich. Die Grundfarbe des Fells ist hellbraun und die hellste Stelle am Bauch bildet ein M". Dieses M" findet man auch auf zahlreichen auf Höhlenbildern dargestellten Pferden. Es war mit der Schulterhöhe von bis zu 145 cm etwas kleiner als heutige Reitpferde.
N. M. Przewalskij, ein russischer General, hatte dies Pferde dort 1878 entdeckt und so wurde diese Pferdeart nach ihm benannt. Hagenbeck aus Hamburg machte um 1900 eine Expedition, bei der einige dieser Pferde zur Zucht gefangen wurden. Die Pferde wurden im Verlauf der Jahre in viele Zoologische Gärten verteilt. Auch der bei Kassel im Reinhardswald gelegene Tierpark Sababurg hält diese Tiere. Das Pferd lebte in Herden und war das ganze Jahr über anwesend.
Das Ren

Das Ren, mit zoologischem Namen Rangifer tarandus lebte in Herden und machte nach einem ganz bestimmten jahreszeitlichen Rhythmus lange Wanderungen. So wurden sie nur als Nahrung von den Menschen genutzt, die an einer solchen Wanderroute lebten oder mit den Tieren zogen. Es gab auch Basislager, von denen aus Jäger den Tieren folgten. Besonders in der Spätphase der letzten Eiszeit lebten sehr viele von ihnen in Mitteleuropa. Heute ist ihre Heimat nur noch in Nordeuropa und Asien. Die sehr häufig zur Herstellung von Werkzeugen genutzten Rengeweihe dürfen nicht zur Jagdbeute gezählt werden, denn schließlich wurden sie sowieso regelmäßig abgeworfen.
Das Wollmammut

Das Wollmammut, auch Kältesteppenmammut, mit zoologischem Namen Mammuthus primigenius, wurde nur 2,7 m lang und hatte ein langes schwarzes Fell. Die im Eis gebundenen roten Mammutfelle sind auf eine chemische Reaktion zurückzuführen, die sich im Laufe der Jahrtausende ergeben hat. Außer dem dicken Fell hatte es zum Kälteschutz auch noch einen Fetthöcker hinter dem Kopf, von dessen Energiereserven es in Notzeiten zehren konnte. So war der vordere Teil des Körpers der höchste, ganz im Gegensatz zu den Elefanten, die ihren höchsten Punkt in der Mitte des Körpers haben. Die männlichen Tiere waren in der Regel ein wenig größer als die weiblichen. Kratzspuren an den Stoßzähnen deuten darauf hin, dass das Mammut mit ihnen das Eis nach Nahrung durchwühlte.
Das Mammut starb wahrscheinlich vor 10.000 Jahren durch die beginnende Warmzeit und durch die Bejagung von Seiten des Menschen aus. Da das dichte Fell der Mammuts an große Kälte angepasst war, so dass es nur mit trockenem" Schnee und so gut wie nie mit Wasser in Berührung kam, hatten die Mammuts auch keine Talgdrüsen, um die Haare zu fetten und Wassertropfen abperlen zu lassen. Am Ende der Eiszeit gab es häufige Niederschläge, so dass das dichte Fell völlig durchnässt wurde. Die isolierende Wirkung des Fells war nun völlig aufgehoben und es lag wie eine nasse Wolldecke tagelang auf der Haut. Einige Mammuts werden wohl ganz einfach an Erkältung und Unterkühlung gestorben sein.
Das Wollnashorn

Das Wollnashorn, mit zoologischem Namen Coelodonta antiquitatis, wurde 3,5 m lang und hatte wie das Wollmammut ein langes zottiges Fell. Es hatte zwei Nasenhörner, wovon eines bis zu einem Meter lang war. Es saß auf einer sehr großen knöchernen Nasenscheidewand Der so verlängerte Weg der Luft in die Bronchien schützte das Wollnashorn vor der Kälte. Auch von ihnen sind im sibirischen Dauerfrost Kadaver gefunden worden.
Das Wollmammut und das Wollnashorn kamen in Mitteleuropa am Ende des Jungpaläolithikums nur noch recht selten vor, so dass die Menschen keine Gelegenheit mehr hatten noch viele von ihnen zu erlegen. Man fand das Mammut und das Nashorn jedoch auf vielen Darstellungen, woraus man schließen kann, dass es in der Gedankenwelt noch eine große Rolle spielte.
Fische

Fische, die gefangen wurden, waren hauptsächlich der Lachs und die Forelle. Am Atlantik gibt es sogar Höhlenzeichnungen von Thunfischen. Auch andere Wasserlebewesen wie Muscheln wurden gegessen.
Der Polarfuchs

Der Polarfuchs, mit zoologischem Namen Alopex lagopus, und der Schneehase wurden wohl hauptsächlich wegen des weißen Winterpelzes erlegt. Fuchs und Hase wurden natürlich auch gegessen. Der Fuchs machte in den Wintermonaten eine der größten Nahrungsquellen aus. Die Fuchszähne wurden als Schmuck verwendet. Beide Tiere haben kürzere Ohren als die heutzutage in Europa ansässigen Verwandten. Polarfüchse leben im Gegensatz zum Rotfuchs gesellig.
Ur oder Auerochse

Das Ur oder Auerochse, mit zoologischem Namen Bos primigenius, war 3 m lang und ist der Vorfahre des heutigen Hausrinds. Das Ur war ein Waldtier und lebte in Rudeln. Es wurde vor ungefähr 6000 Jahren domestiziert. Schon in den Höhlenmalereien von Lascaux wurde das Tier sehr detailgetreu dargestellt. Das letzte Exemplar verendete 1627 in Polen. Es gibt jedoch in einigen Zoologischen Gärten rückgezüchtete Formen. Die Brüder Heck aus Berlin begannen Mitte der dreißiger Jahre die Tiere zurück zu züchten. Wissenschafllich gesehen ist dies jedoch nur ein unbedeutender Versuch, denn es wird sich nie um das echte Ur handeln.
Die Saigaantilope

Die Saigaantilope, mit zoologischem Namen Saiga tartarica, hat einen schweren, gedrungenen Körperbau und eine massige aufgewölbte Nase. Sie ist graubraun und hat lange geringelte Hörner. In der Eiszeit ist sie in Europa nur aufgetreten, weil das kalte Klima für sie sehr günstig war. Heute lebt sie nur noch in Südrussland und in der asiatischen Steppe.
Der Steinbock

Der Steinbock ist ungefähr 90 cm groß und wiegt zwischen 75 und 110 kg. Was als Jagdbeute im Flachland das Ren war, war im Gebirge der Steinbock. Vor 12000 Jahren waren 90 % aller verzehrten Säugetiere Steinböcke. So gibt es heute nur noch wenige im Hochgebirge lebende Exemplare.
Der Riesenhirsch

Der Riesenhirsch, mit zoologischem Namen Megaloceros giganteus, war 2,5 m lang und sein Geweih hatte eine Spannweite von 3,7 m. Er wog über 50 kg. Das Geweih erneuerte sich wie bei allen Hirschen jedes Jahr. Dieser Hirsch starb wahrscheinlich erst vor 2.500 Jahren aus. Felszeichnungen zeigen den Hirsch mit einem kleinen Höcker auf dem Rücken, der wahrscheinlich als Fettspeicher diente.
Der Rothirsch

Der Rothirsch, mit zoologischem Namen Cervus elaphus, wird bis zu 1,40 m hoch und wiegt zwischen 150 - 350 kg. Er kann trotzdem 3 m hoch und 12 m weit springen. Er ist auch ein guter Schwimmer. In den Höhlenzeichnungen von Lascaux wurde er sogar schwimmend dargestellt.
Der Elch
 Der Elch ist eine bis zu 2 m hohe Hirschart und wiegt zwischen 400 und 800 kg. Da der Elch schwer zu Jagen ist, ist er auch seltener auf den Höhlenbildern der Steinzeit dargestellt. Einige mitteleuropäische Elche überlebten bis in das 19. Jahrhundert in Preußen und wurden dann ausgerottet.
See-Säugetiere

Robben, Seebären, Seelöwen, Seehunde, und Walrosse (in Küstengebieten) hatten alle eine dicke Fettschicht und waren deshalb hervorragende Energielieferanten. Bei Meeressäugetieren kann der geschlechtliche Gewichtsunterschied bei 500 kg liegen. Die Männchen sind oft sehr viel größer.
Der Moschusochse

Der Moschusochse, mit zoologischem Namen Ovibos moscatus, wurde trotz seines Gewichtes von 250 - 400 kg eher selten gejagt. Spärliche Küchenabfälle und sehr wenige Höhlenzeichnungen belegen dies. Er ernährt sich von Flechten und Moosen, die unter dem Schnee liegen. Er lebt heute noch in Kanada und Grönland.
Vögel

Bei den Vögeln sind das Schneehuhn (Moor - Schneehuhn, mit zoologischem Namen Lagopus lagopus), die Trappe, der Kranich (Graukranich, Grus grus), die Gans (Graugans, Anser anser, von ihr stammt unsere Hausgans ab), die Ente (Stockente, Anas platyrhynchos, in Europa am meisten verbreitete Ente) und der Schwan (Höckerschwan, Cygnus olor) hauptsächlich wegen ihrem Fleisch gejagt worden. Der Kolkrabe, die Möwe und die Schnee-Eule (Tyto alba) sind wahrscheinlich hauptsächlich wegen der Federn und der Krallen, die als Schmuck verwendet wurden, erlegt worden.
Der Wolf

Der Wolf, damals vor allem der Direwolf (Canis dirius), war schwerer gebaut als die heutigen Wölfe, mit zoologischem Namen Canis impus, und ernährte sich vorwiegend von Aas. Ein heutiger Wolf wiegt zwischen 40 und 50 kg. Der Wolf war erst Jagdbeute und wurde um 20.000 v.Chr. allmählich domestiziert. Erste Anzeichen einer Domestikation lassen sich bei einem Wolf bzw. Hund erst nach etwa zehn Generationen am Gebiss feststellen. Vom Wolf stammen alle Hunderassen ab. Hunde wurden zu wichtigen Helfern bei der Jagd. Sie hetzten die Beute, spürten sie auf und konnten sie sogar töten. Der Hund hatte in Jäger und Sammlergesellschaften, in denen häufig neue Nahrungsquellen ausprobiert werden mussten, außerdem die Rolle des Vorkosters, wie es bei einigen Naturvölkern heute noch der Fall ist.
Der Höhlenlöwe

Der europäische Höhlenlöwe, zoologischer Name Pantera leo spelaea, war ein Viertel größer als der heutige Löwe und somit die größte Katzenart, die je gelebt hat. Er starb erst vor 2.000 Jahren aus.
Der Höhlenbär

Der Höhlenbär, zoologischer Name Ursus spelaeus, wurde ungefähr 2 m lang und bis zu 900 kg schwer und war trotz seiner Größe und des raubtierhaften Aussehens ein Vegetarier. Der Neandertaler verwendete seine Knochen bei Ritualen.
Die Hyäne

Die damalige europäische Hyäne, zoologischer Name Chasmaporfhetes oder Crocuta crocuta spelaea, hatte im Gegensatz zu der heute in Afrika lebenden Hyäne eher die Zähne und die Beine eines Gepards. Sie fraß außerdem vorwiegend selbst erlegte Beute, die sie in Rudeln erjagte. Sie lebte damals vorwiegend in Höhlen, was man durch dort gefundene Koprolithe herausgebunden hat, in denen man viel Knochenkalk fand. Die Hyäne hat die Fähigkeit auch Knochen zu verdauen.
Das Bison

Das Steppenbison, zoologischer Name Bison priscus, war damals viel größer als ihre heutigen Nachkommen und diese waren schon 2 m hoch und 1500 kg schwer. Der Bulle wiegt häufig 250 kg mehr als das Weibchen. Sie haben einen imposanten Oberkörper, eine breite gewölbte Stirn und einen kurzen Hals. Auf dem Rücken haben die langhaarigen Tiere einen großen Buckel und unten am Hals eine herunterhängende Wamme. Das Wisent, mit zoologischem Namen Bos bonasus, ist etwas größer als das Bison und hat ein helleres Fell. Die Vorfahren des Bisons wanderten, vor ca. 7 Millionen Jahren, über die noch existierende Landbrücke, nach Nordamerika. Vor etwa 2,5 Millionen Jahren wanderte das Bison zurück nach Asien und Europa. Aus ihnen entwickelte sich das Wisent.
Der Vielfraß

Der Vielfraß, zoologischer Name Gulogulo, kam nicht sehr häufig vor und war viel größer als seine heutigen Nachkommen. Er lebt heute in nördlichen Teilen von Europa, Asien und Amerika.
Der Ziesel

Der Ziesel, zoologischer Name Citellls citellus, gehört zur Art der Erdhörnchen und lebt heute noch im Osten Mitteleuropas, im Lößboden der Steppe.

Anthropophagie (Kannibalismus)
Es ist nachgewiesen, dass auch Homo sapiens neanderthalensis und Homo sapiens sapiens als Nahrungsquelle genutzt wurden. Man weiß das, weil unter den Knochenabfällen von Tieren auch viele menschliche Knochen lagen, die typische Abdrücke von Zähnen und Kratzspuren von Feuersteinen aufwiesen, wie man sie beim Abnagen und Abkratzen von Fleisch auf Knochen findet. Die Knochen wurden sogar noch aufgebrochen und das Mark ausgesaugt. Unter welchen Umständen sich derartiger Kannibalismus ereignete ist jedoch nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass es sich oft um rituellen Verzehr von Menschenfleisch handelte. Die positiven Eigenschaften sollten auf den Verzehrer übergehen. Der Verzehr von Menschenfleisch auf Grund einer Hungersnot ist hier eher nicht in Erwägung zu ziehen, obwohl der Nährwert dem von anderen Säugetieren entspricht.

Pflanzen
Pflanzen die, als Nahrung dienten, waren hauptsächlich:
Wacholder
Die Beeren des Wacholder, mit botanischem Namen Juniperus communis, können zu Mus verkocht werden. Wacholder ist der am weitesten verbreitete Nadelbaum. Aus den weiblichen Blütenständen entwickeln sich in 2 - 3 Jahren schwarzblaue Beerenzapfen Die Zapfenschuppen verwachsen miteinander und bilden eine Scheinbeere.
Haselnuss
Haselnuss (erst gegen Ende der Eiszeit häufiger), mit botanischem Namen Corylus avellana, ist reich an Proteinen und Fett. Die Nüsse sitzen in Gruppen an den Asten und dienen vielen Tieren als Wintervorrat.
Gräser
Die Samen von Gräsern können geröstet, zerstoßen oder gemahlen werden. Wir kennen z.B. Hafer, Gerste, Hirse und Bartgräser, welche allerdings alle noch nicht die Form unserer heutigen Getreidesorten hatten.
Die Fruchtstände von Süssgräsern konnten als Nahrungsmittel genutzt werden. Aus Mannagras konnte Mannagrütze hergestellt werden.
Blütenstände
Auch die Blütenstände von Kamille und Schafgarbe sind essbar. Die Kamille, mit botanischem Namen Tripleurospermum perforatum, wird bis zu 80 cm hoch und wird als Arznei und Teepflanze genutzt. Dabei wird die ganze Pflanze genutzt. Anwendungsgebiete sind: Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, Neuralgien, Bauchkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Gicht, Hilfe bei der Geburt, Mittelohrentzündung, Magenschmerzen, Wutanfälle.
Löwenzahn
Löwenzahn, botanischer Name Taraxacum officinale, zählt zu den Korbblütern (Compositae) und wird bis zu 30 cm groß. Die Blätter wachsen rosettenförmig und sind stark gelappt bis grob gezahnt Aus deren Mitte wachsen ein bis mehrere mit milchigem Saft gehüllte Stängel mit dem Blütenstand am Ende. Diese sind erst leuchtend gelb und werden nach dem Abblühen zu weißen Kugeln aus flugfähigen Samen (Pusteblume). Der Löwenzahn ist sehr vitaminreich und sein weißer Saft wirkt verdauungsfördernd. Die Bitterstoffe fördern die Magensaftbildung, sowie den Gallenfluss und er wirkt harntreibend. Medizinisch genutzt werden alle Teile der Pflanze. Man kann Löwenzahn als Salat essen oder ihn kochen wie Spinat.
Wegwarte
Von der Wegwarte, mit botanischem Namen Cichorium intybus, sind die Wurzeln und die Blätter essbar. Sie wird bis zu 1,20 m hoch, hat blaue Blüten, der Stängel teilt sich am oberen Ende und sie hat Blätter wie der Löwenzahn.
Melde
Wenn man die Blätter von Meldenarten kocht, erhält man ein hochwertiges Gemüse. Melde ist wilder Spinat.
Nelkengewächse
Nelkengewächse kennen wir hauptsächlich als Gewürznelken. Man kann allerdings auch die Wurzeln essen.
Beifuß
Beifuß, mit botanischem Namen Artemisia vulgaris, ist gekocht, vor Knospenaufbruch essbar. Die Pflanze hat kleine, orangefarbene, rispenbildende Blütenköpfchen und an der Oberseite dunkelgrüne und an der Unterseite weiße Blätter. Der Stängel ist kantig gefurcht und bis zu 1,5 m hoch. Der Name kommt von der Verwendung als Fußbandage, welche vor Müdigkeit schützen sollte.
Sauerampfer
Sauerampfer, mit botanischem Namen Rumex acetosa, hat gelbe männliche Blüten und weiße weibliche Blüten. Die Stängel wachsen aufrecht und haben quirlförmige, blattlose Blütenstände. Die Blätter, welche gegessen werden wenn sie noch jung sind, sind länglich oval und leicht gewellt. Homöophatische Medizin, die aus der frischen Wurzel hergestellt wird, hilft bei Husten, Heiserkeit, Durchfall, Magenbeschwerden und Gelenkbeschwerden.
Wiesenraute
Die Wiesenraute, mit botanischem Namen Thalictrum flavum, hat gelbe Blüten, die in dichten Rispen am 1,2 m hohen Stängelende sitzen. Moos kommt in vielen unterschiedlichen und unterschiedlich großen Formen vor und wächst meist dort, wo es schattig und feucht ist, wie zum Beispiel an da Nordseite von Bäumen. Als essbar hervorzuheben ist das Irisch -Moos.
Topfnambur
Die Knolle des Topfnambur, mit botanischem Namen Helianthus tuberosus, ist als Erdbirne oder russische Bodenbirne bekannt. Die Pflanze ist mit der Sonnenblume verwandt, was man auch sieht. Die ganze Pflanze ist essbar. Man isst allerdings hauptsächlich die Knolle.
Zwiebeln
Zwiebeln, mit botanischem Namen Alium cepa, haben unterirdische dicke Schuppenblätter, die eine Art Knolle bilden. In ihnen ist der Überlebensvorrat der Pflanze gespeichert. Ernährungstechnisch wertvoll macht die Pflanze, dass man sie lange als Nahrungsvorrat aufbewahren kann. In ihr enthaltene Öle regen die Schleimhäute und die Darmtätigkeit an.
Knoblauch
Knoblauch ist ebenfalls eine Zwiebelart und hat ganz ähnliche ernährungstechnische Eigenschaften wie die Zwiebel. Die im Knoblauch enthaltenen Öle haben zudem eine noch stärkere antiseptische, antibiotische und antikanzerogene Wirkung als die Zwiebel. Der typische Geruch und die gesundheitliche Wirkung des Knoblauchs wird durch die Schwefel - Allyl - Verbindung Allizin verursacht. Allizin hat gegenüber Typhuserregern eine noch größere Wirksamkeit als Penizillin, bei anderen Erregern allerdings bei weitem nicht. Die darmfloraschädigenden Nebenwirkungen des Penizillins entfallen bei Allizin allerdings. Außerdem schützt Allizin gegen Gefäßverkalkung, Thrombosen und reguliert den Blutdruck und den Cholesterinspiegel.
In der Form, wie wir heute Zwiebeln und Knoblauch kennen, hat es die Pflanzen in der Eiszeit sicher noch nicht gegeben. Sie waren wesentlich kleiner und man bezeichnet sie als wilde Lauchgewächse. Sie waren wohl mit die ersten Gewürze, die der Mensch überhaupt zur Geschmacksverbesserung verwendet hat. Vielen Völkern in etlichen Epochen war auch die antiseptische Wirkung der beiden Gemüsearten bekannt. In Nordafrika wurde der Knoblauch sogar als Gott verehrt.
Wurzel- und Rübengewächse
Wurzel- und Rübengewächse sind hauptsächlich wegen der unter der Erde wachsenden Pflanzenteile, welche der Pflanze als Vorratsspeicher dienen, ernährungstechnisch begehrenswert. Lässt man beispielsweise Möhren, mit botanischem Namen Daucus carota ssp. sativus, zwei Jahre stehen, bilden sie mit Hilfe der in der Wurzel gespeicherten Nahrung Blütenstängel.
Krähenbeere
Die Krähenbeere, mit botanischem Namen Empetrum nigrum, wird ca. 50 cm groß und hat kleine rosa Blüten. Die Früchte sind schwarz und kugelig.
Weitere Pflanzen die gegessen wurden waren auch stärkehaltige Wurzeln, wie beispielsweise vom Farn und auch Pilze.
Doch die Flora war insgesamt sehr karg. Bäume beispielsweise wuchsen nur in Flusstälern, da die Landschaft sehr ausgetrocknet war. Auch der Mageninhalt von großen erlegten Pflanzenfressern wurde in den Wintermonaten gegessen, da man dann nur wenig Pflanzen finden konnte. Dies ist auch fiir die Eskimos oft die einzige Möglichkeit in dieser Zeit genügend Vitamine zu bekommen.

Getränke
Es ist anzunehmen, dass hauptsächlich einfaches Wasser getrunken wurde. Es ist außerdem bekannt, dass zur Aromatisierung schon Kräuter verwendet wurden. Es handelte sich dann anscheinend um eine Art Tee. Das Vorhandensein von Wasser bestimmte auch immer die Reiserauten und Siedlungsplätze der Menschen.
Da es noch keine Viehzucht gab, war auch das Trinken von größeren Mengen Milch noch nicht bekannt. Die Menschen konnten tierische Milch außerdem noch gar nicht verdauen. Ihnen fehlte das Enzym Laktase, welches Laktose (Milchzucker) abbaut. In vielen Milchprodukten, wie Käse, Joghurt, Kefir, Dickmilch und Buttermilch, ist die Laktose schon aufgespalten. Kinder müssen Muttermilch verdauen können, denn sie bekommen schließlich im Säuglingsalter ausschließlich Milch. Diese Eigenschaft geht mit zunehmendem Alter verloren. Die Fähigkeit, Milch zu verdauen, entwickelte sich seit 10.000 Jahren auch hauptsächlich nur in Europa. Warum ausgerechnet Europa, ist bis heute nicht genau geklärt. Eine Theorie ist, dass es in Nordeuropa meistens nicht so hell war. Ohne ausreichendes Licht kann der Körper nicht genug Vitamin D bilden. Die Milch jedoch enthält Vitamin D und half den Menschen, die Milch verdauen konnten, zu überleben. Asiaten reagieren beim Verzehr von Milch oft mit Übelkeit und Durchfall, weil sie nicht daran gewöhnt sind.
Besonders für die Menschen in Europa war die letzte Eiszeit prägend. Ihre Ernährungsweise war an die Umwelt in der sie lebten angepasst. Sie waren Jäger und Sammler.
Einige Völker in anderen Teilen der Erde haben diese Lebensweise beibehalten, was uns das Verständnis für diese Art zu leben erleichtert. Man muss jedoch immer davon ausgehen, dass auch diese Völker seit damals einige Entwicklungen durchlebt haben, so dass wir nie exakt die Lebensbedingungen des Jungpaläolithikums vorfinden werden.

Jagd
Die Jäger des Jungpaläolithikums wurden als Höheres Jägertum bezeichnet, weil sie reichen Kulturbesitz, hochentwickelte Waffen, Jagdtechniken, künstlerische Erzeugnisse und teilweise feste Behausungen hatten.
Um zu jagen, war es meist sinnvoll, Jagdgemeinschaften zu bilden. Das geschah zum einen, um Treibjagden zu veranstalten oder einem sehr starken Tier, wie zum Beispiel einem Mammut, überlegen zu sein und zum anderen, um eine größere Jagdbeute in die eigene Siedlung transportieren zu können. Der Mensch war so zum gesellschaftlichen Zusammenschluss gezwungen.
Auch Hunde halfen wahrscheinlich schon bei der Jagd. In Oberkassel bei Bonn wurden eine junge Frau, ein älterer Mann und ein Hund zusammen in einem 14000 Jahre alten Grab gefunden.
Jagdwerkzeug
Als Jagdwerkzeuge sind in erster Linie der Speer und die Speerschleuder zu nennen. Ein Speer war zwischen 1,8 und 2,3 m lang und aus bis zu 7 cm dicken Eiben- oder Fichtenstämmen gefertigt. Der Speer war in der Regel aus Holz und hatte eine im Feuer gehärtete Spitze, eine Geweihspitze, eine Knochenspitze oder eine Elfenbeinspitze, die oft auch mit scharfen Steinabsplissen beklebt war. Die Spitzen wurden in der Regel mit Harz am Schaft befestigt und zusätzlich noch mit Sehnen, Bast oder Lederriemen umwickelt. Feuersteinspitzen wurden seltener verwendet, da die Spitzen bei einem Fehltreffer zerbrechen konnten.
Außerdem hatten diese Feuersteinspeere einen viel kürzeren Waffenschaft. Viele Spitzen hatten eine Längsrinne, wobei man nicht weiß, ob diese zur Giftaufnahme oder als Blutrinne diente.
Wale und Robben wurden schon mit Harpunen gejagt. Die Harpune war ein Speer, dessen Spitze lose auf dem Schaft saß, mit mehreren Wiederhaken versehen und an einem Seil festgebunden war. Der Jäger konnte nun die Beute auch festhalten, wenn sie einmal getroffen war. Oft wurde die Harpune mit der Speerschleuder geworfen. Eine Lanze ist von einem Speer dadurch zu unterscheiden, dass die Spitze bei der Lanze am dünnen Ende ist und bei einem Speer am dicken Ende. Ein Speer musste gute Flugeigenschaften besitzen und somit vorne schwerer sein als hinten, da er geworfen wurde und eine Lanze musste einfach nur lang und spitz sein, da sie zum Stoßen verwendet wurde. Eine andere Besonderheit waren Vogelspeere, deren Spitze in mehrere aufgespalten war und so eine größere Trefferfläche ergab, ähnlich wie eine Schrotladung.
Die Speerschleuder
Die Speerschleuder ist ein Instrument, das ähnlich wie ein Bogen die Beschleunigung eines Wurfgeschosses erhöhen kann.
Im Gegensatz zum Bogen ist jedoch der Körper beim Beschleunigungsvorgang noch aktiv beteiligt. Die Speerschleuder dient lediglich als Verlängerung des Armes, und durch eine leichte Bewegung im Handgelenk entsteht zusätzlich eine Hebelwirkung, die sich ebenfalls beschleunigend auswirkt. Man hebt sie in Kopfhöhe und hält den Schleudertei} mit Mittel-, Ring- und kleinem Finger fest, während Zeigefinger und Daumen den Speer umgreifen und sein Ende mit aller Kraft gegen das Wiederlager pressen.
Ist der Speer besonders lang, nimmt man die zweite Hand zu Hilfe. Dann nimmt man ein, zwei Schritte Anlauf. In der Vorwärtsbewegung wird der Wurfarm von hinten nach vorne gebührt. Dadurch klappt der Schleuderteil automatisch nach oben. Erst wenn die Schleuder im Verlauf dieser Hebelbewegung ihren höchsten Punkt über dem Scheitel des Werfers erreicht hat, löst sich der Speer aus der Verankerung des Wiederlagers und begibt sich auf seine bogenförmige Flugbahn.
Mit der Speerschleuder wurde vor 21.000 bis 12.000 Jahren schon gejagt. Es dürfte sie jedoch schon im späten Mittelpaläolithikum gegeben haben. Sie war damals über die ganze Welt verbreitet, das heißt auch in Amerika und Australien (australischer Name für Speerschleuder: Woomera). Die Eskimos benutzten diese Waffe sogar noch bis vor kurzem bei der Jagd auf Vögel und die Aborigines benutzen sie noch heute. Es ist ein ca. 60 cm langer Stab mit einem Widerhaken, Loch oder beidem kombiniert als Widerlager am Ende, um den Speer einzuhängen. Sein Ende ist oft mit Tiersymbolen und Bildern versehen. Das ging sogar so weit, dass verzierte Speerschleudern ohne Wiederlager gefunden wurden, die wahrscheinlich zu Zeremoniezwecken dienten. Verbindungen von Holz und Knochen werden mit Tiersehnen umwickelt, die mit einer Mischung aus Bienenwachs und Kiefernharz verklebt werden (Es ist nicht wirklich sicher, ob dieser Kleber damals verwendet wurde).
Die Wurfweite lässt sich um mehr als das Doppelte steigern, das heißt ungefähr 200 m (Starttempo 100 km/h), mit einer durchschlagenden und somit tödlichen Wirkung bei noch 40 m. Der so vergrößerte Jagdradius" steigert die Ausbeute des Wildes.
Es wurden Versuche mit toten Tieren durchgeführt, bei denen der Speer 40 cm in das Fleisch eintrat. Einen von Hand geworfenen Speer schüttelt ein größeres Tier ab wie eine Stecknadel.
Für Speere zwischen 1,60 und 2,20 m und 10 mm Durchmesser kommt es auf die Biegefähigkeit an - Experten sagen spine". Ist sie zu gering, wird das Geschoss schon ein paar Meter nach dem Abwurf nach unten gepresst und stellt sich in der Luft auf. Hooking" nennt man das. In der Leichtathletik vermeidet man diesen Effekt, indem man das Sportgerät Speer vorne schwerer macht als hinten.
Pfeil und Bogen
Pfeil und Bogen wurden mehr und mehr am Ende des Jungpaläolithikums benutzt, obwohl die ältesten Funde bis vor 30.000 Jahren datiert werden. So wurde die Speerschleuder weitgehend abgelöst, obwohl sie noch bis in historische Zeit in Benutzung blieb, genau wie der Bumerang, der noch bis vor zweitausend Jahren in Europa benutzt wurde. Der erste Grund für die Nutzung von Pfeil und Bogen war, dass nach dem Zurückgehen der Eismassen sehr große Wälder entstanden, in deren Gestrüpp die Speerschleuder schwer zu handhaben war. Um das Wild mit einem Pfeil zu erreichen, musste man den für große Distanzen besser geeigneteren Bogen benutzen. Der zweite Grund für die Nutzung von Pfeil und Bogen ist, dass die Menschen sesshaft wurden und die Bevölkerung stetig zunahm. Man kämpfte um Siedlungsgebiet. Der Bogen brauchte keine Zeit zum Ausholen mehr. Der Abschuss des Pfeils erfolgte nur noch durch Loslassen der Sehne, während der Gegner (oder auch Wild) einem mit der Speerschleuder abgegebenem Schuss noch im Ausholvorgang ausweichen kann.
Organisation der Jagd
Für die Jagd waren wohl oft nur wenige Stunden des Tages notwendig, das wissen wir auch von noch heute lebenden Jägergruppen. Zwei Faktoren dürften die Jagd noch zusätzlich erleichtert haben: Die Bevölkerungsdichte war nicht sehr hoch und die Tierherden waren oft zahlreich. Jagen war eine effektive Methode der Nahrungsbeschaffung. Die Nahrungsgrundlage der Menschen gegen Ende der Altsteinzeit war weitgehend gesichert. Nur zu Beginn des Frühjahrs wurden die Vorräte etwas knapp. Ein in dieser Zeit ebenfalls abgemagertes Wild zu erjagen, würde durch Jagd, Zubereitung und Verdauung mehr Energie verbrauchen, als man dadurch aufwenden kann.
Wurden Pferde gejagt, tat man das als Treibjagd mit mehreren Personen. Das Pferd wurde ganz zur Siedlung transportiert und dort zerteilt. Tiere wie Mammuts oder Nashörner waren dafür zu groß. Sie wurden am Tötungsort zerlegt und in Einzelteilen in die Siedlung gebracht. Ein solche Pferd hatte ungefähr 150 - 250 kg essbare Masse. Wozu die restlichen Teile des Tieres verwendet wurden, ist nicht sicher. Man kann aber annehmen, dass das Fell als Deckmaterial für die Behausung und als Kleidung benutzt wurde und die Schweifhaare in geflochtener Form als Seil Verwendung fanden.
Fallenjagd
Fallenjagd wurde besonders bei Kleintieren, wie Füchsen und Hasen, angewendet. Die teilweise in alten Büchern dargestellte Fallgrube, in der sich Mammuts oder ähnliche große Tiere zu Tode stürzen, hat es in der Eiszeit weniger gegeben. Es wäre ein viel zu großer Aufwand ein solch großes Loch zu graben, zumal dazu das notwendige Werkzeug fehlte und der Boden hartgefroren war. Wenn Fallgruben ausgehoben wurden, dann höchstens im Sommer. Sie wurden dann oft mit spitzen, nach oben ragenden Holzpfählen, in ihrem Inneren ausgestattet. Am günstigsten war es, eine natürliche Fallgrube, wie zum Beispiel eine vom Schnee zugewehte Schlucht, zu benutzen. Große Tiere wurden oft in versumpftes Gebiet getrieben, wo ihnen die Bewegungsfreiheit genommen wurde. Eine sehr einfache Art der Jagd war auch die Tiere einfach über einen steilen Abhang zu treiben, wo sie sich zu Tode stürzten.
Anhand der großen Anzahl an Kleintierknochen, die man fand, konnte man annehmen, dass diese Tiere nicht alle mit Speeren oder Schlagstöcken gefangen wurden. Vor ca. 12.000 Jahren rammte man Holzpfähle unter Felsüberhänge und überzog diese mit Harz. Man fing so Raubvögel. In Tschechien wurden 25.000 Jahre alte Netzabdrücke in vom Feuer gehärtetem Ton gefunden. Sie hatten 4 mm große Maschen und waren aus 0,31 - 1,15 mm dicken Nessel- oder Hanfgarnen mit Weberknoten geknüpft.
Fischfang
Funde von Fischresten waren schon immer eine große Seltenheit, denn die weichen dünnen Gräten verrotten sehr schnell und oft wurden sie wohl auch zerkaut und mit der restlichen Nahrung verdaut. Was jedoch immer einen längeren Zeitraum überdauern konnte, waren Otholithe. Ein Otholith ist ein kleines Steinchen im Gleichgewichtsorgan des Fisches. Es wurden hauptsächlich Forellen und Lachse gefangen. Als Jagdwerkzeug für den Fischfang lässt sich für die Altsteinzeit mit Bestimmtheit nur der Fischspeer nachweisen. Es wurde wohl vorwiegend in Binnengewässern und an Küstenstreifen gefischt.
Sammeln
Sammlerkulturen, die in einem warmen Klima lebten, sammelten vorwiegend Knollenfrüchte und Obst. In der eiszeitlichen Trockensteppe jedoch musste man sich auf die wenigen Pflanzenbestandteile konzentrieren, die in der kargen Natur vorkamen. So kam auch dem Sammeln von Eiern eine wichtige Bedeutung zu. Sie sicherten einen großen Teil der Proteinzufuhr. Als Parallele kann man dies mit dem Eiersammeln der Eskimos vergleichen, die schließlich unter ähnlichen Bedingungen leben wie die Menschen hier im Jungpaläolithikum. Bei gesammelten Gräsern und ähnlichen Pflanzen wurden oft nicht nur die Samen verzehrt, sondern auch die Blüten, Früchte, Blätter, Stängel, Knollen und Wurzeln. Die Vitamine der Pflanzen waren in dieser doch vorwiegend von Fleisch lebenden Kultur überlebenswichtig.
Es wurden höchst wahrscheinlich auch Pilze gesammelt, wobei diese eher im feuchtwarmen Klima auftraten. In der eiszeitlichen Trockensteppe war das Klima nur für eine kurze Zeit des Jahres für Pilze zuträglich und die allgemein nicht zur Fotosynthese fähigen Pilze fanden auch kaum Pflanzen als Wirte, denen sie die Lebenssäfte hätten abzapfen können. Die Gifte von Giftpilzen wurden oft als Drogen verwendet. Auch Süßigkeiten hatte die Natur zu bieten, denn es wurde auch Honig von Wildbienen gesammelt, wie man es auf einigen Felszeichnungen dargestellt findet. Honig besteht fast aus reinem Zucker und dieser geht sofort ins Blut. Er ist somit eine der besten natürlichen Energiequellen. Seine genauen Bestandteile sind: 34 % Traubenzucker, 40,5 % Fruchtzucker, 1,9 % Sacherose, 1,5 % Dextrine und Pflanzenharze. In Spuren findet man auch Kalzium, Phosphate, Eisen, Schwefel, Vitamin C, B und B2.
Man spricht über das Honigsammeln auch von Honigjagd", da es seit jeher ein großer Aufwand war, an den Honig zu gelangen. Höchst wahrscheinlich wurden auch Insekten, Insektenlarven und ähnliche leicht aufzulesende Kleintiere gesammelt und gegessen, auch wenn wir uns das heute nicht mehr vorstellen können. Es wurden zum Beispiel konstant über den ganzen jungpaläolithischen Zeitraum Mollusken gesammelt, die einen beträchtlichen Anteil des Speiseplans ausmachten. Man weiß dies aufgrund großer Ansammlungen von Schalen der Tiere, die an alten Lagerplätzen gebunden wurden. Das Sammeln von Insekten und deren essbarer Produkte kann man auch heute noch bei einigen Naturvölkern beobachten.
Die Ureinwohner Australiens sammeln beispielsweise die Ausscheidungen (Honigtau) einer gewissen Blattflohart von den Blättern. Larven, Heuschrecken, Termiten und Ameisen (in Australien speziell die Honigameise) haben oft einen höheren Nährwert als anderes tierisches Fleisch und werden von Menschen auf nahezu allen Kontinenten verspeist. Es ist anzunehmen, dass Sammeln damals eine Hauptaufgabe der Frau war und der Mann für die Jagd zuständig war. Die meisten. Ergebnisse völkerkundlicher Forschungen deuten darauf hin.
Durch Funde von Feuerstellen und Kochgruben weiß man, dass die Nahrung unserer Vorfahren vor dem Verzehr auch gegart wurde. Fleisch wurde neben der besseren Bekömmlichkeit, sicherlich auch wegen des Aromas gegart. Viele Pflanzen mussten vor dem Verzehr aufwendig vorbehandelt werden, beispielsweise durch Kochen. um Gift und Bitterstoffe zu entfernen.
Zerlegung von Wild am Beispiel eines Damhirsches
Man weiß aus den Schnittstellen an Knochen, dass die Menschen damals eine ausgeprägte Kenntnis der Anatomie besaßen. Man findet die Schnittstellen meistens an denjenigen Stellen, von denen man heute weiß, dass sie die günstigsten Ansatzpunkte sind um ein Tier zu zerlegen. Die Zerlegung von Wild wurde so vorgenommen, dass man dem anatomischen Aufbau des Tieres folgte. Der Hirsch wurde erst abgehäutet und dann wurde der Kopf abgetrennt. Danach wurden die Beine vom Rumpf abgetrennt. Mit einem Pebble tool", einem groben Haugerät, welches auch schon im Alt- und Mittelpaläolithikum vervendet wurde, wurden die Rippen an der Wirbelsäule durchschlagen, so dass man die Wirbelsäule herausnehmen konnte.
Um das Brust und Lendenwirbelstück zu entfernen, musste man diese in drei Teile zerlegen. Experimente haben gezeigt, dass man für die Zerlegung ungefähr 45 Minuten, und 4 - 8 verschiedene Steinwerkzeuge brauchte und dass man, wenn man die Steine in der bloßen Hand hielt, zahlreiche Schnittverletzungen hatte. Man legte sich wahrscheinlich einen Lappen aus Leder um den Stein. Es sind allerdings auch schon im Jungpaläolithikum geschäftete Steinklingen bekannt. Die Steine blieben bei voller Benutzung ungefähr 5 Minuten scharf. Das tierische Fett setzte die schneidenden Kanten zu und sehr feine Kanten brachen einfach ab.
Verwertung von Knochen
Die groBen Röhrenknochen wurden alle aufgeschlagen, um das Mark zu entnehmen. Dies geschah fast immer auf die gleiche Weise. Nachdem der Knochen proximal (in der Mitte) oder distal (an einem Gelenkende) aufgeschlagen war, wurde der Knochen von dem offenen Ende her gespalten. Der Rest des Knochens wurde keinesfalls weggeworfen, sondern zur Herstellung von Knochengeräten genutzt.
Kleinere Knochen, wie Pfoten von Kleintieren, Fischgräten oder ganze Mäuse wurden oft in einer Art Eintopf zerkocht. Sogar der blanke Knochen enthielt noch genug Fett, um ihn auszukochen und aus dem Knochenfett und dem Mark kleine Kuchen zu pressen, die sich über einen längeren Zeitraum hielten als beispielsweise Fleisch. In Zeiten, als Brennmaterial fehlte, verwendete man Knochen sogar zum Heizen oder als Brennmaterial für Lampen.

Verwendung des Feuers
Mit dem Feuer setzte sich der Mensch zum ersten mal ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zu den Tieren. Er war nun Herrscher über eine Naturkraft. Es brachte Schutz, Licht, Wärme, Werkzeug zur Bearbeitung verschiedener Materialien und letztendlich auch eine sichere Möglichkeit Nahrung zuzubereiten. Man benutzte das Feuer sogar um Treibjagden durchzuführen. Gemeinsam um das Feuer zu sitzen förderte die Geselligkeit und somit wahrscheinlich auch die Sprache. Die Menschen begannen bereits vor über 1,5 Millionen Jahren das Feuer zu hüten. Das Feuer wurde anfangs nur bewahrt und nicht selber erzeugt. Wahrscheinlich wurde das Feuer von einem Vulkan geholt oder durch einen Blitz entfacht. Ungefähr 750.000 v. Chr. wurde das Feuer dann bewusst erzeugt. Es wurde sogar Kohle verbrannt, denn es gab vereinzelte Kohlevorkommen an der Erdoberfläche.
Die Feuerstelle lag meistens in der Mitte einer Behausung. Zwischen das brennende Holz wurden Quarztrümmer gelegt, die sowohl als Wärmespeicher als auch als Kochsteine dienten.
An der Feuerstelle waren oft dicke gegabelte Äste oder Geweihe in den Boden gesteckt, an denen Stöcke angelehnt wurden, die über das Feuer ragten. Man kann sich den Aufbau wie eine Halterung für eine Angel vorstellen, die man am Ufer eines Gewässers in den Boden steckt. Mit ihrer Hilfe wurden Nahrungsmittel gegart oder andere Arbeiten mit Feuer durchgeführt.
Sich gegenüberliegend um die Feuerstelle wurden Äste aufgestellt, die sich an den Enden gabelten oder große Knochen (zum Beispiel von einem Mammut) und Geweihstücke, die eine ähnliche Form aufwiesen.
In die Gabelungen wurde dann ein langer Stock gelegt, der sich so über dem Feuer befand. So hatte man einen drehbaren Grillspieß. Eventuell wurde auch aus Zweigen ein Rost geflochten und über das Feuer gehängt.
Backen
Obwohl es noch keinen Ackerbau gab, hat man einige jungpaläolithische Mahlsteine gefunden. Haselnüsse, Wildgetreide und stärkehaltige Wurzeln wurden in Mörsern oder auf Mahlsteinen zerrieben. So konnte man Fladenbrote auf heißen Steinen backen. Diese Steine waren häufig, zusammen mit heißer Glut, in einer Grube untergebracht, die man als Vorläufer des Backofens bezeichnen könnte.
Backen von Fleisch in einer geschlossenen Grube
In einer Grube wurde ein Feuer gemacht, welches beispielsweise mit Basaltsteinen oder Sandstein (Kalksteine oder Feuersteine wären sofort zerplatzt.) bedeckt wurde. Eine Stunde darauf wurden essbare Blätter deckend verteilt. Darauf legte man nun das Fleisch und etwas Gemüse, wie zum Beispiel Zwiebeln, um die Feuchtigkeit zu halten. Das Ganze wurde wieder sorgfältig mit Blättern abgedeckt, auf welche wieder eine Schicht der heißen Steine kam. Am Ende wurde alles noch mit Erde bedeckt. Die Garzeit für 3 kg Fleisch, in einem solchen Backofen, betrug ca. 2 - 3 Stunden.
Kochgruben
Kochgruben gab es in den Behausungen oft gleich mehrere. Sie waren ca. 20 - 30 cm breit und tief. Die Gruben wurden über einen längeren Zeitraum hinweg nach und nach zum Kochen benutzt. Nach der Benutzung einer Grube, wurde diese oft als eine Art Abfalleimer verwendet. Um in einer solchen Kochgrube zu kochen, wurden Basalt-, Quarz-, Quarzit- oder Kieselsteine im Feuer erhitzt und dann in die, mit Fell oder Leder ausgekleidete und mit Wasser gefüllte, Kochgrube gelegt. Sie funktionierten wie ein Tauchsieder. Die Steine zersprangen nach mehrfacher Benutzung durch die hohen Temperaturschwankungen. Deshalb sammelten sich in allen ausgegrabenen Kochgraben viele Steintrümmer. Die Quarzsteine hielten von allen verwendeten Kochsteinen die meisten Benutzungen durch.
In den Kochgruben wurden vorwiegend pflanzliche Nahrungsbestandteile gekocht, denn Fleisch lässt sich schneller auf einem Grill zubereiten. Auch teeartige Getränke wurden in Kochgruben zubereitet.
Die Kochgruben wurden wohl häufig ebenfalls als eine Art Backofen verwendet. Auch hierbei wurden wieder heiße Steine in die Grube gelegt.
Außerdem wurden Gruben mit ehemals erhitzten Steinen gefunden, die definitiv nicht der Nahrungszubereitung gedient haben. Man nimmt daher an, dass sie von einem kleinen Zelt umgeben waren und als Sauna gedient haben.
Rohhautbeutel
Ähnlich wie die Kochgrube funktioniert der Rohhautbeutel. In einem aus Ästen geformten etwa einen Meter hohen Dreibein wird eine Haut oder ein Tiermagen in Form eines offenen Beutels aufgehängt. Besonders gut ist ein Bisonmagen geeignet, da dieser mehrere Monate haltbar ist. In ihn kommen nun das Wasser und die zu kochenden Lebensmittel zusammen mit den vorher im Feuer erhitzten Kochsteinen.

Werkzeuge zur Nahrungszubereitung
Schneidewerkzeuge
Ein für das Jungpaläolithikum typisches Instrument war das schmale Feuersteinmesser, auch Blattspitze genannt. Der Feuerstein wird im Englischen flint" (germanischer Name für Splitter), im Französischen silex" und im Angloamerikanischen chert" genannt und besteht aus nicht kristallinischem Kieselstein, der sich aus fast reiner Kieselsäure gebildet hat, die sich in den HohIräumen von Schwämmen ablagerte. Lange Zeit vorher wurden hauptsächlich Faustkeile genutzt. Bei den Blattspitzen handelte es sich um dünne Abschläge oder aus Kernsteinen hergestellte Steinwerkzeuge, die lorbeer-, buchen- oder weidenblattförmig aussahen und ca. 10 mm dick waren. Die Stücke wurden mit Steinen, Geweih, Knochen oder Holz durch Abschlag- oder Drucktechnik (Wegdrücken von überflüssigem Material) bearbeitet. Einige wurden bearbeitet bis sie durchsichtig waren. Mit diesen rasiermesserscharfen Blattspitzen konnte man auch das zäheste Fleisch zerschneiden.
Mahlsteine
Ein Mahlstein besteht aus zwei Teilen: dem Unterlieger und dem Läufer. Der Unterlieger ist ein meist leicht nach innen gewölbter großer Stein und der Läufer ein kleiner ungefähr handgroßer Stein, der in dem Unterlieger bewegt wird. Man kann damit Nahrung zerreiben. Mahlsteine sind ein typisches Werkzeug des Neolithikums. Doch auch im Jungpaläolithikum. als es noch keinen Ackerbau gab, wurden gesammelte Körner, Nüsse und Wurzeln zermahlen. Die gemahlenen Produkte waren mit Gesteinsabrieb vermischt, wodurch die Zähne der Menschen stark abgenutzt wurden.
Reibschalen und Mörser
Erste Reibschalen tauchten vor ca. 35.000 Jahren auf. Sie waren deutlich kleiner als Mahlsteine, ungefähr handgroß. Man benutzte sie wohl zur Zerkleinerung von organischem Material und auch Farbstoffen. Sie dienten also auch anderen Zwecken als der Nahrungszubereitung.
Wühlstöcke
Mit Wühlstöcken grub man in der Erde versteckte Nahrung aus. Sie waren ca. 1 m lang und hatten eine im Feuer gehärtete Spitze. Man konnte damit Wurzeln, Knollen, Zwiebeln, Insekten, Larven und Kleintiere ausgraben. Wahrscheinlich wurde das Werkzeug auch als Stoßlanze und Defensivwaffe verwendet. Im Jungpaläolithikum wurden für ähnliche Zwecke auch Mammutrippen verwendet.

Lebensmittellagerung
Lebensmittellagerung bzw. Konservierung fand während der Eiszeit schon in ähnlicher Form statt wie heute. Sicherlich kennen wir heute viel mehr Konservierungsmethoden, doch die Grundformen der anwendbaren Möglichkeiten ähneln sich doch sehr. Der Sinn jeder Konservierung von Lebensmitteln ist, zu verhindern, dass durch Mikroorganismen Toxine gebildet werden oder sich Infektionen ausbreiten und die Nahrung sich nicht selber enzymatisch zersetzt. Der Konservierungsvorgang sollte immer mit einem möglichst geringen Verlust des Nährwertes der Nahrung verbunden sein. Man unterteilt alle Konservierungsverfahren in zwei Hauptgruppen, die chemischen und die physikalischen. In der folgenden Aufzählung befinden sich aus beiden Bereichen nur die Methoden, die auch im Jungpaläolithikum angewendet wurden.
Physikalische Konservierungsmethoden
Trocknen
Trocknen ist die älteste Methode zur Haltbarmachung, die sich bis in die heutige Zeit durchgesetzt hat (man denke nur an Trockenobst, Pilze, Gewürze, Tee und Brühwürfel). Den für den Verderb der Nahrung verantwortlichen Mikroorganismen wird das lebenswichtige Wasser entzogen. Für viele Naturvölker ist diese Konservierungsmethode bis heute die nahezu einzige Methode Lebensmittel länger aufzubewahren. Pemmikan ist ein typisches indianisches Gericht, bestehend aus zerriebenem getrocknetem Fleisch, welches häufig mit Maismehl vermengt ist. Dieses Gericht ist mehrere Monate haltbar.
Im Jungpaläolithikum wurden Fleisch und Fisch in hauchdünne Streifen geschnitten und zum Trocknen aufgehängt. Dasselbe geschah wahrscheinlich auch mit den verschiedensten Pflanzen.
Kühlen
Einigen erlegten Tieren wurden die Gedärme entfernt und der entstandene Hohlraum mit Steinen ausgefüllt. Auf diese Art beschwert, wurde das Tier an Seilen, mit einem Baumstamm als Halterung, von Ufer zu Ufer in das schnellfließende eiskalte Wasser eines Baches gehängt. Das Fleisch blieb so über mehrere Monate essbar. Physikalische Veränderungen wie Austrocknen, biochemische Veränderungen wie das Ranzigwerden von Fett und die Vermehrung von Mikroorganismen können durch Kühlen jedoch nur verlangsamt und nicht ausgeschaltet werden.
Tiefgefrieren
Da damals besonders in den Wintermonaten die Temperaturen deutlich unter null Grad Celsius lagen, bot es sich an, Nahrungsmittel einfach im Eis einzugraben. Man konnte so noch nach Wochen von ihnen leben. Die Eskimos verfahren noch heute so mit ihren Vorräten.
Nahrungsbehandlung
Jedoch funktionierte dies nicht im Sommer, denn da stiegen die Temperaturen trotz Eiszeit oft bis über heutige Sommertemperaturen an. Beim Tiefgefrieren wird jeder verderblichkeitsfördernde Faktor ausgeschaltet, außer enzymatische und oxidative Reaktionen sprich, das Ranzigwerden von Fett. Frieren Lebensmittel zu langsam ein, bilden sich kleine spitze Eiskristalle, die die Zellwände von Fleisch oder Manzen zerstechen. Die Zellsäfte laufen aus und das Lebensmittel wird trocken. Man spricht hierbei von Gefrierbrand. Nach dem Einfrieren ist die Nahrung jedoch schon in einen Zustand gebracht, der die Garzeit verkürzt. Der Vorteil hierbei ist, dass man Energie spart und dass nicht so viele Vitamine zerstört werden, wie bei längerer Garzeit.
Chemische Konservierungsmethoden
Räuchern
Da die Menschen damals noch sehr häufig mit offenem rauchendem Feuer umgingen, ist anzunehmen, dass auch die Haltbarmachung durch Räuchern Verwendung fand. Die Methode wurde hauptsächlich in klimatisch feuchten Regionen angewendet. Durch den Rauch werden Pilze und Bakterien abgetötet. Er enthält antioxidative Bestandteile. Außerdem wird das Lebensmittel durch diesen Vorgang zusätzlich ausgetrocknet. Leider sind im Rauch auch für den Menschen schädliche Substanzen, wie die Benzopyrene, enthalten. Trotzdem wird die Methode heute noch angewendet, um Fisch, Fleisch oder sogar Käse ein besonderes Aroma zu verleihen.
Konservieren mit Kräutern
Die Möglichkeit, mit Kräutern zu konservieren, war den Menschen auch schon damals gegeben. Ob sie dies auch wirklich taten, ist nur spekulativ. Sicher waren dann auch kultisch rituelle Motive beteiligt, wie der &laube, dass einige Kräuter Dämonen abhalten können. Wir kennen ähnliche Geschichten von Vampiren und Knoblauch. Einige Pflanzensäfte haben tatsächlich die Eigenschaft Parasiten und Mikroorganismen unschädlich zu machen, ohne für uns Menschen selber schädlich zu sein. Hinzu kommen auch antioxidative Eigenschaften, wie zum Beispiel durch Vitamin E, welches in einigen Gräsern enthalten ist.

Ernährungssituation früher und heute
In einer vor- und frühgeschichtlichen und ökotrophologischen Betrachtung des Themas, wie auch im Bezug auf den Sachunterricht, bietet sich ein Vergleich der Ernährungssituation im Jungpaläolithikum mit unserer heutigen an. Im Folgenden soll sowohl geklärt werden, wie sich das menschliche Essverhalten definiert, als auch der Versuch unternommen werden, heutiges und früheres Essverhalten gegeneinander abzuwägen.
Ursprünge des Essverhaltens
Um die Frage zu klären, warum Menschen das essen, was sie essen, stößt man früher oder später auf die evolutionäre biologische Variante des Problems. Man muss also zurückblicken auf die Entstehung der Hominiden. Da die allerfrühesten Menschen sich hauptsächlich von Körnern, Früchten und Nüssen, also beinahe vegetarisch ernährt haben, kann man überwiegend pflanzliche Kost als die dem Menschen angestammte Nahrung ansehen. Aus vereinzelten Funden weiB man jedoch, dass die frühen Menschen auch Aas und kleinere gefangene Tiere verzehrten. Dass der Mensch ein Omnivore ist, liegt daran, dass Fleisch schon immer eine gute Lösung war, schnell und mit wenig Aufwand große Mengen an lebenswichtigen Nährstoffien aufzunehmen. Besonders in kargen pflanzenarmen Gegenden, wie der eiszeitlichen Trockenwüste, war Fleisch unverzichtbar.
Wann war Ernährung gesünder, damals oder heute?
In Mitteleuropa leben heute viele Menschen in einer Welt des Überflusses. Auch Nahrung gibt es hier für viele Menschen mehr als genug. Die negativen medizinischen und ökologischen Folgen dieses Nahrungsüberschusses sind unübersehbar. Vom Menschen selber verursachte Fehlernährung und Ausbeutung der Natur sind alltäglich geworden. Wenn man diese Tatsachen mit den Lebensbedingungen unserer Vorfahren während der letzten Eiszeit vergleicht, könnte man meinen, die damaligen Menschen führten ein gesünderes Leben und das auch noch im Einklang mit der Natur. Heutige Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, Herzinfarkt oder Zirrhose, waren damals eine Seltenheit. Die Qualität der Nahrung war eine reinere und es war meistens genügend vorhanden, um satt zu werden. Um Nahrung zu beschaffen, musste man sich sogar oft noch durch Jagd oder längere Fußmärsche sportlich betätigen. So waren die damaligen Menschen im Durchschnitt schlanker und durchtrainierter als die heutigen.
1754 schrieb der französische Philosoph Jean Jacques Rousseau, dass die Menschen im Naturzustand kräftig, leichtfüßig und klaren Auges seien. Nun ist es jedoch ein recht ernüchterndes Ergebnis, wenn man einen Vergleich der Lebenserwartungen durchführt. Der Mensch in der Steinzeit hatte eine durchschnittliche Lebenserwartung von nur 31 Jahren und der neuzeitliche westliche Mensch eine Lebenserwartung von über 70 Jahren und zwischen uns und unseren eiszeitlichen Vorfahren liegen keine körperlichen Unterschiede vor. Viele Zivilisationserkrankungen entstehen heute also auch nur, weil diese meist erst im Alter über 31 Jahren einsetzen und sind einfach Alterserscheinungen. Doch auch viele Kinder leiden heute schon an den Folgen von Fehlernährung. Eine der ersten lebensverlängernden Methoden war die Bearbeitung der Nahrung mittels Feuer. Zähe pflanzliche und tierische Fasern wurden durch das Garen aufgespalten, so dass man sie leichter zerkauen konnte. Alte Menschen, deren Zähne schon größtenteils ausgefallen waren, hatten somit eine Chance sich zu ernähren.
Insgesamt ist jedoch nicht nur das Durchschnittsalter angestiegen, sondern auch die Anzahl der Menschen. Das heißt keineswegs, dass die Menschen damals am Hungertuch nagen mussten. Die meisten vorneolithischen Menschengruppen bestanden aus höchstens 80 - 100 Familieneinheiten. Auf einen Quadratkilometer Fläche kamen statistisch gerechnet 0,04 Personen, was wiederum zeigt, dass nur jeden Menschen ausreichend Nahrung vorhanden war.
In die Irre geleitet wird man schnell von den dicken Figurenstatuen aus der Steinzeit, die vollkommen überproportionierte dicke Frauen zeigen. Dadurch drängt sich der Verdacht auf, dass die damaligen Menschen Hunger leiden mussten und deshalb Dicksein" als Schönheitsideal hatten. Man geht allerdings eher davon aus, dass es sich um einen Fruchtbarkeitskult handelte. Die meisten anderen dargestellten Menschen sind außerdem ausgesprochen schlank. Auch aufgrund der ökotrophologischen und antropologischen Forschungen, ist der Aussagewert solcher Kunsterzeugnisse in ernährungswissenschaftlicher Hinsicht sehr fragwürdig.
Wenn man weltweit die vielen wirtschaftlich und ökologisch bedingten Fälle von Unter- und Mangelernährung, verursacht durch beispielsweise Überbevölkerung, betrachtet, mag man kaum glauben, dass es diese Probleme in der Welt der Jäger und Sammler nicht gab. Auch bei heutigen Jägern und Sammlern, wie den Aborigines, kann man feststellen, dass sie sich viel besser an ungünstige Lebensbedingungen anpassen können, als der stark von den Gegebenheiten seiner Gesellschaft abhängige Mitteleuropäer. Zu erklären ist dies nicht zuletzt durch ihr umfassendes Wissen, was die Nutzbarkeit der ortsansässigen Pflanzen und Tiere betrifft. Sesshafte, Ackerbau betreibende Völker besitzen solches Wissen nur noch zu einem geringen Prozentsatz. Die heutigen Mitteleuropäer erwirtschaften sich heute eine zu tiefst unnatürliche Ernährung. Das macht es so wichtig, durch das Erforschen alter historischer und prähistorischer Quellen, bei den Menschen und gerade den jüngeren Menschen ein offeneres Bewusstsein zu schaffen. Es ist wichtig, dass die Ernährungssituation da heutigen Gesellschaft nicht als selbstverständlich angesehen wird.
Vitamin - C - Mangel entdeckte man bisher auch hauptsächlich bei agrarischen Gesellschaften und so gut wie nie bei Jägern und Sammlern. Auch fand man im Jungpaläolithikum weniger durch Fehlernährung deformierte Skelette, als beispielsweise in der agrarischen Jungsteinzeit.
Man könnte nun versuchen eine Formel, bestehend aus den auf wenige Faktoren reduzierten Regeln idealer Ernährung, aufzustellen. Doch die Ernährungsgewohnheiten sind historisch und kulturell so unterschiedlich, dass dies nie gelingt. Dazu kommt, dass die Wissenschaft täglich neue Erkenntnisse im Bereich Ökotrophologie gewinnt' die ständig neue Maßstäbe setzen. Empfehlungen über den täglichen Bedarf von Nährstoffen schwanken von Institut zu Institut und ändern sich insgesamt ständig. Um eine korrekte Aussage über den Nahrungsverbrauch des Menschen in einer bestimmten Epoche zu machen, braucht man biopsychologische, umweltbedingte, demographische, technische und politisch - ökonomische Faktoren als Informationsquelle. Doch es sind erstens nie wirklich alle Faktoren vorhanden und zweiten sind die vorhandenen oft nicht genau genug, um auf anthropologischer Basis eine korrekte Aussage zu treffen.
Die Definition für Nahrung allgemein lässt sich knapp etwa so formulieren:
Nahrung ist die Gesamtheit aller festen wie flüssigen Substanzen, die Wachstum und lebenslange Gesunderhaltung des Organismus gewährleistet. Eine angemessene und ausgewogene Ernährung ist in zweifach entscheidendem Bezug für eine Bevölkerung von lebensnotwendiger Bedeutung. Erstens: Unzureichende oder von der Norm abweichende Ernährung führt potentiell zu Wachstumshemmung, chronisch schlechtem Gesundheitszustand (wie etwa Magenkrankheiten) sowie, im Effekt, einer hohen Sterblichkeitsziffer. Zweitens: Hinlängliche Energieproduktion, in erster Linie zur Sicherung optimaler Leistungsfähigkeit, ist unmittelbar abhängig von der Nahrungszufuhr.
Bei Nahrung kommt es auch immer auf das richtige Mischverhältnis an. Ob es sich um Jäger und Sammler, Ackerbaukulturen oder die moderne Fastfoodgeneration handelt. Kohlehydrat-, Fett-, Protein-, Spurenelement- und Vitamingehalt müssen stimmen. Nicht zu vergessen ist der individuelle Kalorienbedarf, der von Kultur zu Kultur und von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Die unterschiedlichen Kulturen bringen auch soziale und wirtschaftliche Unterschiede hervor. Der Nahrungsreichtum der Industrieländer und die Hungersnöte der Dritte Welt Länder sind da ein hervorstechendes Beispiel. Da diese wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede, zusätzlich zu den kulturellen, klimatischen und evolutionären Unterschieden, auch in zeitlich verschiedenen Kulturen eine Rolle spielen, kann keine endgü}tige Aussage darüber gemacht werden, wer sich gesünder ernährt hat, unsere Vorfahren aus der Eiszeit oder wir. Keine der zeitlich verschiedenen Ernährungsformen ist als deutlich besser oder schlechter anzusehen. Lediglich die Nebenwirkungen der menschlichen Lebensweise können in eine Wertung miteinbezogen werden.
Die damaligen Menschen lebten mit einem vernünftigeren Verhältnis zur Natur und wir betreiben Raubbau, Ausbeutung armer Länder, Umweltverschmutzung und Massentierhaltung. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass die Bevölkerungsdichte damals noch nicht so hoch war, dass dies nötig gewesen wäre und dass auch damals schon Tierarten (und eventuell auch der Neandertaler, als andere Menschenrasse) durch den Menschen ausgerottet wurden.

In eigener Sache: Wie kommt die verdaute Nahrung wieder in den Kreislauf? Klar, die Flüssigkeit wird gepinkelt, abgeschlagen, gepisst, entleert, ausgeschieden, gelassen. Und das, wo man steht und geht. Zumindest in der Steinzeit. Geschissen, gekackt, sich entleert etc. ebenfalls, aber nicht unbedingt am Lagerfeuer oder dort wo man schlief. Jetzt zum reinigen der beschmutzeten Körperstellen, sprich dem Arsch, der Fot, dem Hintern, dem Allerwertesten.
Durch unsere besondere Physionomie der engen Arschbacken, bedingt durch den aufrechten Gang, quetsch sich die Fäkalie zwar aus dem Darm, Reste, und das in nicht unerheblichen Umfang, bleiben am Körper zwischen den Gesäßbacken hängen, stinken, verwesen dort, jucken, schmieren etc. Die Tendenz des Menschen in seiner Entwicklung wird die gewesen sein, diese Reste zu entfernen. Wie? Unsere meistverbreiteste Theorie ist: mit Blättern! Jau Mann! Im Sommer klasse, im Winter ein Problem, und dann die Eiszeitjäger und die Eskimos und überhaupt. Wie auch immer.
Eine wahrscheinliche Lösung ist das Säubern der Stelle, wo die Sonne niemals scheint, mit der Hand und zwar eine bestimmte Hand: die Scheisseabputzhand! Jau. Wahrscheinlich die linke Hand. Also wird mit dieser Hand nicht unbedingt gegessen, was es ja noch heute gibt. Die rechte Hand ist unsere "gute" Hand, also etwa die "Gutentaggebehand" oder ähnliches, winken zum Beispiel, oder Hut lüften, oder trinken, oder so. Also: Ihnen immer ein Tempotaschentuch oder ähnliches auf dem Weg, zur Not auch mit der Unterhose, aber nicht mit der Hand, Alter. Wir sind schließlich zivilisiert, dafür haben wir 3 Millionen Jahre gebraucht.

Zubereitung von Nahrung auf jungpaläolithische Arte im Experiment >>Kochen >>Garen
Möglich ist, was man wünscht, und das glaubt man gern! (Albrecht)

Weiterführende Literatur:
Udegard Körber-Grohne
Nutzpflanzen in Deutschland von der Vorgeschichte bis heute
Das kompetente Nachschlagwerk
Copyright 1995 by Theiss Verlag GmbH, Stuttgart
ISBN 3-933203-40-6


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